Bergmannsverein St. Barbara Bleialf e.V.

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Bleierzlagerstätten und ihrer Besitzer

Aufschwung und Blüte

Im Jahre 1571 schlossen Kurfürst Jacob III. (von Eltz) und der Prümer Abt Christoph, Graf von Manderscheid, einen Vertrag, worin die beiderseitigen Rechte im Bergbau dieser Gegend festgelegt werden.

Der Bleialfer Bergbau steht in der zweiten Hälfte des 16. Jahrhundert so in Blüte, daß Erzbischof Jacob III. (von Eltz), Administrator der Abtei Prüm , im Jahre 1581 Haans Nickel zum General-Bergmeister zu Alf und der Abtei Prüm ernennt.

Das Bergwerk Bocheit im Amte Schönberg wurde 1589 vom Erzbischof Johann VII. (von Schoenberg) (1581-1599) in Erbbestand gegeben. Am 3.7.1607 ließ Erzbischof (v. Metternich) (1599-1623) einen Lehnbrief über das Bergwerk im Fleischberge zu Bleialf ausfertigen. In demselben Jahre wurde ein Waagemeister an den Bergwerken zu Bleialf angestellt.

Im Jahre 1608 vergibt Erzbischof Lothar von Metternich erneut das Erblehen Bocheit von 1589. Die Gewerkschaft Bocheit pachtete 1619 von dem Erzstift die Mühle zu Niederlascheid. 1750 werden eine Gewerkschaft Heiserberg, 1751 das Bocheider, das Leimscheider und das Wäscheter Bergwerk als Abnehmer von Holzkohle aus der Schneifel erwähnt.

Der verheerende Dreißjährige Krieg und die Pest, die unsere Heimat entvölkerten, dürften wohl die Hauptursache für den plötzlich einsetzenden Verfall des Bleialfer und Schönberger Bergbaus im 17. Jahrhundert gewesen sein.

Gegen Ende des 18. Jahrhunderts ist ein weiterer starker Rückgang des Bleibergbaus aufgrund des Angebotes billiger Erze zu verzeichnen. In den Jahren 1803-1808 wurden Konzessionsgesuche von Johann Classen (Bleialf) und Bernhard u. Wilhelm Gies (Kall) abgelehnt wegen unzureichender wirtschaftlicher Voraussetzungen. Von mehreren Bewerbern erhielt die Gesellschaft Peuchen und Konsorten auf ihr Gesuch hin die Konzession am 8.6.1810 zugesprochen.

1815 erfolgte die Aufbereitung der Halden durch die Bevölkerung. Kommentar der Prümer gemeinnützigen Blätter vom 17.4.1822: Seitdem das Bleiwerk zu Bleialf von Interessenten nicht mehr betrieben wird, raffen arme Leute das Bleierz auf den Halden. Die Ausbeutung betrug monatlich 20 Zentner. Am 15.09.1829 wurden die Bergwerksanlagen öffentlich versteigert.