Bergmannsverein St. Barbara Bleialf e.V.

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140 Jahre Bergmannsverein St. Barbara Bleialf e.V.

Im August 1861 wurde der heute älteste Bergmannsverein des Landes „Rheinland-Pfalz“ als Knappschaftsverein der Grube „Neue Hoffnung“ gegründet.

Die Gründung vollzog sich durch die gesetzliche Neuordnung des Knappschaftswesens nach dem preußischen Knappschaftsgesetz vom 10.4.1854. Durch  dieses Gesetz wurden die Knappschaftsvereine innerbetrieblich als Zwangseinrichtung vorgeschrieben. Bis dahin waren Wohlfahrtseinrichtungen in den einzelnen Bergbaubetrieben, die sich zum Teil auch schon Knappschaften nannten.  

Am gebräuchlichsten war der sogenannte Büchsenpfennig, der jedem Bergarbeiter bei der Ausfahrt aus dem Schacht vom ältesten Knappen abverlangt wurde, daher der Name „Knappschaftsältester“. Das so gesammelte Geld wurde bei Notfällen entsprechend der Bedürftigkeit verteilt. Der Knappschaftsverein „Neue Hoffnung“ erfolgte nach dem Gründungsstatuet den Zweck, die Kameradschaft und die Geselligkeit unter den Bergleuten zu fördern, die alte Bergmannstradition in Bleialf aufrecht zu erhalten und die in Not geratenen Mitglieder nebst Angehörigen zu unterstützen. Der Knappschaftsverein war eine soziale betriebliche Selbsthilfeeinrichtung und zugleich Betriebskrankenkasse, bevor dann die gesetzlichen Knappschaftsversicherungen in Kraft traten.

Spenden und Sammlungen unter den Mitgliedern ermöglichten, im Jahre 1866, die Anschaffung einer Vereinsfahne. Die feierliche Fahnenweihe war am St. Barbaratag, dem 4.12.1866. Neben dem Knappschaftsverein bestand von 1876 bis zur Betriebsauflösung auch eine St. Barbara Bruderschaft mit 138 Mitgliedern. Die Ziele der Bruderschaft lagen ausschließlich im religiösen Bereich. Mit der Betriebsauflösung 1882 bis 1888 vollzog sich nach und nach auch die Auflösung des Knappschaftsvereins.

 Im Jahre 1926 wurde der Verein mit 59 Mitgliedern wieder gegründet und erhielt den Namen „Katholischer Bergmannsverein St. Barbara Bleialf“.

Vorstand

 
Vorsitzender Paul Gillessen
Stellvertreter Michel Heppen
Kassierer Paul Gillessen
Schriftführer Johann Voutz
Fahnenträger Paul Gillessen, Michel Heppen
Fahnenträger Johann Wirtzfeld,  Michel Probst

                                        

Durch Satzungsbeschluß sollen neben dem Geleit mit Fahne und einem Kranz als letzten Gruß alle Mitglieder geschlossen an Beerdigungen verstorbener Kameraden teilnehmen. Dies wurde bis heute beibehalten.  Zwei Jahre nach der Wiedergründung konnte der Verein am 4.12.1928 das Fest seiner Schutzpatronin besonders feierlich begehen. Der Verein nahm geschlossen an der Einsegnungsfeier der Barbarastatue teil, die der neu errichteten Pfarrkirche gestiftet worden war. 

Die Barbarastatue wurde durch Pfarrer Anton Buhr für 697,50 RM bestellt. Vom Verein wurden 550 RM als Anzahlung geleistet, der Restbetrag wurde nach und nach entrichtet. 

 

Auf der Generalversammlung am 8. Januar 1928 wurde ein neuer Vorstand gewählt. Die

Mitgliederzahl betrug 56 Mitglieder.

 

Vorstand

 
Vorsitzender Nikolaus Meiters
Stellvertreter Paul Gillessen
Kassierer Michel Probst
Schriftführer Johann Voutz

                                                

Am 6. Januar 1929 erfolgte auf der Generalversammlung eine Neuwahl des Vorstandes.

Neuer Vorsitzender wurde Paul Gillessen, Stellvertreter, Michel Blum, Kassierer, Michel Probst, Schriftführer, Mathias Klärs, Kassenprüfer, Nikolaus Meiters und Paul Krings.

Am 25.April 1929 wurde Johann Wirtzfeld neuer Schriftführer. Am 7. Januar 1930 wurde der Vorsitzende Paul Gillessen von den Mitgliedern des Bergmannsvereins zu Grabe getragen. Er war unerwartet durch einen plötzlichen Schlaganfall verstorben.

 

Es wurde wiederum ein neuer Vorstand gewählt.

                                                

Neuer Vorstand

 
Vorsitzender Michel Probst
Stellvertreter Georg Wagner
Kassierer Johann Wirtfeld
Stellvertreter Michel Blum
Schriftführer Nikolaus Tautges
Stellvertreter Michel Pull

Da die Fahne des Vereins nur bei kirchlichen Anlässen getragen werden durfte, kam der Wunsch nach einer neuen Fahne auf, die auch bei weltlichen Veranstaltungen getragen wurde. Dieser Wunsch ging schließlich auch in Erfüllung. Die Fahne wurde bei der Bonner Fahnenfabrik für 500 RM gekauft und am 3.August 1930 erfolgte die Fahnenweihe.

Gegen 12.30Uhr versammelten sich die Mitglieder des Vereins im Vereinslokal Pauls-Krämer und marschierten anschließend hinter der Musikkapelle „Eifelklang“ zum Gasthaus Paul Gandner. Hier wurden die Paten der neuen Fahne, Theodor Wagner aus Mützenich und Margareta Gandner abgeholt. Von hier aus marschierten alle zur Wohnung des Vorsitzenden Michel Probst, Alferberg, in dessen Wohnung die Fahne abgeholt wurde. Die noch umhüllte Fahne wurde von vier Ehrendamen in weißer Kleidung getragen. Diese wurden begleitet durch 11 weitere Ehrendamen in weiß, die einen geschmückten Kranz trugen. Vor der Fahne ging „Maria“, die Tochter des Vorsitzenden mit einem Blumenstrauß. So ging man zum Bahnhof, wo gegen 14.00Uhr der Personenzug mit verschiedenen Gästen einfuhr.  

Der Vorsitzende begrüßte den Gesangverein „Sängerlust“ aus Pronsfeld mit 20 Sängern und Fahne, den Musikverein Pronsfeld mit 24 Musikern, eine Abordnung des Sportvereins Prüm mit Fahne und die Freiw. Feuerwehr aus Winterscheid. Von hier zog man mit Musik zum Ortseingang von Bleialf, wo in Höhe des Hauses Tücks ein Triumphbogen erstellt worden war und weitere Festteilnehmer warteten. Brandmeister Georg Bach ordnete die Folge des Festzuges. Weitere Teilnehmer des Zuges waren: Der Gesangverein Pronsfeld, die Feuerwehren aus Bleialf, Brandscheid und Sellerich und der Männergesangverein aus Bleialf.

Nun ging zum Festplatz in der Bergstraße. Es muss noch erwähnt werden, das Schneidermeister Reichert für eine geringe Bezahlung von 3 RM sein schönes Auto geschmückt zur Verfügung gestellt hatte, um die älteren Herren Pfeil, Reicherts und Lehrer Willems mitten im Festzug zu fahren, da der Weg für diese Herren zu weit war.  

Nach der Begrüßung durch den Vorsitzenden Michel Probst und den vielen Festansprachen und Grußworte wurde im Saal Pauls und Zwicker weiter gefeiert bis 3.00Uhr in der früh.

Diese Fahne, deren eine Seite aus violettem Plüsch war und das Bild der Hl. Barbara zeigte, während die andere Seite aus hellblauer Seide bestand und in der Mitte die Symbole Kelch und Hostie trug, umrahmt von der Inschrift „Bete und Arbeite - Kath. St. Barbaraverein Bleialf“, ging leider im 2. Weltkrieg verloren.

 Auf der Generalversammlung vom 18. Januar 1931 wurde ein neuer Vorstand gewählt.

1. Vorsitzender blieb Michel Probst. Im Jahre 1934 verpachtete der Vereinswirt Pauls seine Gaststätte an den Metzgermeister Leo Groben, der sich sogleich als Mitglied im Verein aufnehmen ließ. Der Mitgliedsbeitrag von 1,20 RM wird nach Beschluß auf 1,80 RM erhöht.

Am 21.Okt.1934 wurde die Mitgliederversammlung in der Gastwirtschaft Gandner abgehalten. Alle Versammlungen, die in der Regel am Vormittag nach dem sonntäglichen Gottesdienst stattfanden, konnten wegen „zu reger Betriebsamkeit“ im Vereinslokal Groben nicht mehr gehalten werden. Bis 1937 wurden die Versammlungen im Gasthaus Gandner abgehalten.

Um einem Verbot im Dritten Reich zu entgehen, übernahm die Partei die Patenschaft über den Verein, der eine einmalige Aufnahmegebühr von 55 RM und einen Jahresbeitrag von 18 RM an die Partei zu zahlen hatte.  Vom Vereinsnamen und von der Fahne musste das Wort „Katholisch“ gestrichen und entfernt werden. So war es möglich, dass der Bergmannsverein nach dem Krieg als erster örtlicher Verein wieder aktiv werden konnte.

Das Vereinsleben in den nun folgenden Jahren war sehr eingeschränkt. Tausende von Westwallarbeiter mussten in der Eifel so auch in Bleialf und Umgebung untergebracht werden.

Viele RAD-Lager entstanden in Bleialf, Brandscheid, Habscheid, Sellerich usw. Millionen von Tonnen Baumaterial mussten für den Bau des Westwalls herbeigebracht werden. Es herrschte reger Eisenbahn- und Lastwagenverkehr.

Mit dem Einmarsch der Wehrmacht in Frankreich trat dann wieder Ruhe ein. Die Aktivitäten des Vereins beschränkten sich auf das notwendigste. Durch die Mitgliederwerbung im Jahre 1941 konnte man neue Mitglieder in den Verein aufnehmen. Leo Wittstock, Peter Jansen aus Radscheid und Johann Michaelis aus Bleialf. Ab dem 4. Dezember 1941 fanden die Versammlungen jetzt immer in der Gastwirtschaft Gandner-Zambelli statt.

In den Jahren 1941-44 gab es nur kleine Veränderungen im Verein. Der Vereinsbeitrag wurde auf 2,50 RM erhöht. Das Sterbegeld von mittlerweile 20 RM auf 25 RM heraufgesetzt. Das Ehrenmitglied und Patin der neuen Fahne, Margarethe Gandner aus Bleialf war 1943 verstorben. Im Jahre 1944 erhöht sich die Mitgliederzahl auf 53 Mitglieder. Neue Mitglieder:

Adam Hack, Nikolaus Hack, Leonhard Krings, Johann Lebau, Mathias Lenz, Gerhard Michaelis, Nikolaus Peters, Johann Pull, Daniel Voutz, Max Wittstock aus Bleialf, Johann Bach aus Steinbach, Paul Hans aus Schönberg, Josef Kirsch aus Habscheid, Heinrich Lenz aus Mützenich, 

Durch den Einmarsch der Amerikaner in Bleialf, am 14. September 1944, war unsere Heimat auch zum Kriegsgebiet geworden. Es gab kein Vereinsleben mehr. Am 13. Januar 1946 hatte der Vorsitzende Probst zur ersten Generalversammlung, in die Gaststätte Gandner-Zambelli, nach dem Kriege eingeladen.

Auf der Generalversammlung 1949 wurde ein neuer Vorstand gewählt.

Vorstand

 
Vorsitzender Michel Probst
Stellvertreter Nikolaus Meiters
Kassierer Johann Michaelis
Schriftführer Kaspar Quetsch

Die Generalversammlungen mussten jedoch von der französischen Militärregierung genehmigt werden. Am 23.2.1949 erhielt der Bergmannsverein die Vereinsgenehmigung.

       

Historisches Dokument von 1949

Ein besonderes Ereignis war die Goldene Hochzeit von dem Vereinsmitglied Michel Blum, am 28.Okt.1949. 1949 verstarb der Schriftführer Kaspar Quetsch. Georg Spoo wurde 1950 neuer Schriftführer und Daniel Voutz 2. Vorsitzender. Neue Mitglieder traten dem Verein bei. Michel Heinen und Paul Zambelli aus Bleialf sowie Nikolaus Heinen aus Winterspelt.  1952 verstarb nach längerer Krankheit der Vorsitzende des Bergmannsverein, Michel Probst. 22 Jahre lang hatte er sich unermüdlich für den Verein eingesetzt. Es wurde ein neuer Vorstand gewählt.

 

Vorstand

 
Vorsitzender Daniel Voutz
Stellvertreter Nikolaus Meiters
Kassierer Johann Michaelis
Schriftführer Georg Spoo
                                                       

Neue Mitglieder: Hans Braun, Nikolaus Hildesheim, Hubert Hoffmann, Heinrich Lebau, Karl Nelles, Hans Pint,  Margarethe Probst und Frau Rausch, Adolf Voutz und Christian Voutz.  

Durch die Kriegseinwirkungen war die St. Barbarastatue in der Pfarrkirche schwer beschädigt worden, sie konnte im Jahre 1954 restauriert werden. Seit der Neugründung des Vereins im Jahre 1926 bis heute wird die Vereinsfahne und seit einigen Jahren der Baldachin von den Bergleuten bei der Fronleichnamsprozession getragen. 

 

Pastor Assmann unter dem Baldachin.

Seit 1926 wird am 4. Dez., dem St. Barbaratag, in der Pfarrkirche eine Messe für die lebenden und verstorbenen Mitgliedern des Vereins gehalten.

1958 gab Daniel Voutz seinen Vorsitz aus beruflichen Gründen an Christian Voutz ab. 1960 wurde ein neuer Vorstand gewählt:

Vorstand

 
Vorsitzender Georg Spoo
Stellvertreter Nikolaus Meiters
Kassierer Johann Michaelis
Schriftführer Hans Braun

Neue Mitglieder: Robert Michaelis, Rudi Pesch, Heinrich Straß. 1961 feierte der Bergmannsverein sein 100-jähriges Bestehen. Die Festveranstaltung wurde am 13. August 1961 im Saal Zwicker durchgeführt. Mitwirkende waren: 

1. Feuerwehr Bleialf, Amtsbrandmeister: Georg Michels

2. Kirchenchor Bleialf, Chordirigent, Josef Erner

3. Musikverein Bleialf, Dirigent, Robert Michaelis

4. Jugend-Fanfaren- und Spielmannszug, Leitung: Nikolaus Manz

5. Sportverein Bleialf, Vorsitzender, Nikolaus Brodel

6. Bergmannsverein St. Barbara Bleialf, Vorsitzender, Georg Spoo 

Mitglieder beim 100-jährigen Jubiläum 1961 

Im Jahre 1963 traten die Fahnenträger, Mathias Gilles, Johann Tanten und Leo Wittstock erstmalig an Fronleichnam in neuen Bergmannstrachten auf.  Der 2. Vorsitzende, Nikolaus Meiters verstarb 1963 und Hans Braun trat als Schriftführer zurück. Neues Mitglied wurde Heinz Maletzki aus Bleialf.  

Bei den Vorstandswahlen wurde Christian Voutz 2. Vorsitzender und Leonhard Krings Schriftführer des Vereins. Der Mitgliederstand betrug 1966 nur noch 37 Mitglieder. 1967 trat der 1.Vorsitzende, Georg Spoo,  aus gesundheitlichen Gründen zurück. Auch stellte der 2. Vorsitzende, Christian Voutz, sein Amt zur Verfügung. Es wurde wiederum ein neuer Vorstand gewählt.

 

Vorstand

 
Vorsitzender Hubert Schneider
Stellvertreter Hans Pint
Kassierer Johann Michaelis
Schriftführerin Valeria Druckenmüller
                                                

Als Fahnenträger stellten sich zur Verfügung: Heinrich Gilles, Mathias Gilles, Nikolaus Hack, Paul Hack, Hubert Hoffmann, Leo Wittstock und Johann Tanten. 1969 wurde erstmalig ein Geselligkeitsabend im Haus des Musikvereins durchgeführt. Es nahmen 53 Personen teil. Als Ehrengäste waren eingeladen, Dechant Hartel, Amtswehrführer, Georg Michels und der 1. Beigeordnete, Nikolaus Schmitz.

                                                          

Damit auch jeder Bürger Mitglied im Bergmannsverein werden kann, mußte die Satzung geändert werden. Die neue Satzung wurde am 29. März 1969 einstimmig beschlossen und genehmigt. 

Bei der Generalversammlung wurden weitere Personen in den Vorstand aufgenommen: 1. Beisitzer, Georg Spoo (Ehrenvorsitzender) und 2. Beisitzer, Robert Michaelis (Protokollführer). 1973 veranstaltete man wieder einen Geselligkeitsabend im Jugendheim.

 1972 wurden 13 Mitglieder für 25jährige Mitgliedschaft geehrt:

 

Heinrich Gilles

Mathias Gilles

Nikolaus Hack

Nikolaus Hildesheim

Leonhard Krings

Lambert Mathieu

Johann Michaelis

Nikolaus Müller

Goerg Spoo

Daniel Voutz

Leo Wittstock

Max Wittstock

Maria Zambelli

 

In den Jahren 1974 bis 1983 beschränkten sich die Aktivitäten des Vereins auf das alljährlich wiederkehrende Tragen der Barbarafahne in der Fronleichnamsprozession, an den Beerdigungen verstorbener Mitglieder und das Barbarafest. Aus einigen Jahren gibt es noch zu berichten. Einmal die Tagesfahrt nach Luxemburg, am 31.7.1977, die Busfahrt nach Schwammenauel, am 30.April 1978 und den Geselligkeitsabenden in den Jahren 1979, 80 und 1983. Der Kassierer, Johann Michaelis, verstarb im Jahre 1983. Er war 34 Jahre lang Kassierer des Bergmannsvereins.   

1984 wurde ein neuer Vorstand gewählt, für den verstorbenen 2. Vorsitzenden, Hans Pint wurde Alfons Voutz und als Kassierer, Hubert Hoffmann in den Vorstand gewählt. Im gleichen Jahr wurde die Sterbeunterstützungskasse aufgelöst. Der Jahresbeitrag wurde um 100 % auf 10 DM erhöht.  

1985 wurden zwei Ausstellungsvitrinen bei der Firma Michels in Auftrag gegeben. Am 10.März 1986 wurden diese Vitrinen von der Schreinerei Michels im Vereinslokal Gandner-Druckenmüller aufgebaut. Viele verschiedene Gegenstände aus der Grubenzeit, Bilder und Mineralien wurden in den Vitrinen ausgestellt.   

Nachdem Hubert Schneider am 16. April 1986 den Vorsitz niederlegte, übernahm der Ehrenvorsitzende Georg Spoo für die Zeit bis zur Neuwahl des Vorstandes die Geschäfte des 1. Vorsitzenden. Plötzlich und unerwartet verstarb jedoch Georg Spoo. Er konnte die Vereinsgeschäfte nur 10 Tage führen.  

In der Jahreshauptversammlung am 25.Mai 1986 wurde ein neuer Vorstand gewählt.

 

Vorstand

 
I.   Vorsitzender Robert Michaelis
II.  Vorsitzender Christian Hack
Kassierer Hubert Hoffmann
Schriftführerin Valeria Druckenmüller
I.   Beisitzer Willi Kandels
II. Beisitzer Theo Ernzer
                                               

Weitere 11 Mitglieder wurden als ständige Vertreter in einen Festausschuß ernannt, die den Vorstand bei den Vorbereitungen zum 125-jährigem Jubiläum unterstützten. Im Jahre 1986 feierte man das 125jährige Bestehen. Robert Michaelis hatte eigens eine Festschrift für dieses Jubiläum geschrieben. Das Festprogramm sah wie folgt aus:  

Festprogramm, Samstag, den 16. August 1986

15.30Uhr Eintreffen der Bergmannskapelle MV Harmonie aus Schwarzenholz(Saarland)

20.00Uhr Festabend im Saale Zwicker anläßlich des 125-jähriges Jubiläums

                - Gesangvorträge vom Kirchenchor Bleialf

                - Volkstänze, Jugend - Volkstanzgruppe des Eifelvereins

                - Konzertstücke durch die Bergmannskapelle MV Harmonie

 

Festprogramm, Sonntag den 17. Augsut 1986

 

09.30Uhr Zusammentreffen der Mitglieder der Bergmannskapelle MV Harmonie und des

                 Jubelvereins St. Barbara Bleialf mit ihren Angehörigen am Vereinslokal

                 Gandner-Druckenmüller, anschl. Festzug um den Marktplatz und Einzug in die

                 Kirche

10.00Uhr Festhochamt in der Pfarrkirche unter Mitwirkung des Kirchenchores Bleialf.

                 anschl. Trauerfeier am Ehrenmal für alle verstorbenen Mitglieder des Vereins

11.10Uhr Zum Ausklang des Festes, auf dem Marktplatz Frühschoppenkonzert der

                 Bergkapelle MV Harmonie

 

1987 feierte man in Bleialf „800 Jahre Pfarrkirche Bleialf“ und am 27. Sept. 1987 konnte die Ortsgemeinde Bleialf und der Bergmannsverein, als Betreuer des „Mühlenberger Stollens unter dem Vorsitzenden, Robert Michaelis, zur ersten Begehung einladen. Für die Veranstaltung wurden die ersten Postkarten, das Einfahrtsgebet und der „Mühlenberger Stollen“, vom Verein veröffentlicht.   

Die gesamten Arbeiten im „Mühlenberger Stollen“ standen unter der Leitung von Prof. Dr. W. Kasig, von der RWTH Aachen. Da der Ortsgemeinde von Bleialf, unter dem Vorsitz von Ortsbürgermeister Meinhard Leinen, den Dingen positiv gegenüber stand, wurde der „Mühlenberger Stollen“ in den folgenden  Jahren durch die Mitglieder des Bergmannsvereins zum Besucherbergwerk ausgebaut. Alle Führungen werden durch den Bergmannsverein St. Barbara Bleialf durchgeführt. Die Mitglieder des Bergmannsvereins wurden in monatlichen Schulungen durch Prof. Kasig auf diese Führungen vorbereitet.  

Am 26.03.1988 wurde auf der Generalversammlung ein neuer Vorstand gewählt.

 

Vorstand

 
I.   Vorsitzender Robert Michaelis
II.  Vorsitzender Christian Hack
Kassierer Wolfgang Druckenmüller
Schriftführer Wolfgang Druckenmüller
Betreuer f. Fahne/Vitrinen Valeria Druckenmüller
I.   Beisitzer Willi Kandels
II. Beisitzer Theo Ernzer

 

Der erste Grubenwagen in Bleialf wurde 1988 vor dem Vereinslokal Gandner-Druckenmüller von den Vereinsmitgliedern, Theo Ernzer und Christian Hack aufgestellt. Dieser Gruben-wagen wurde von Vereinsmitglied Werner Peters aus Winterscheid gestiftet und von  Christian Hack restauriert.  

 

Am 2.7.1988 und 15.10.1988 wurde die Vereinspartnerschaft mit der Vereinigung der Berg - u. Hüttenleute aus Mechernich beschlossen.

 

Von Prof. Kasig wurde ein „Stollenführer“ erstellt, der in einer Auflage von 5000 Stück gedruckt wurde. Neben Prof. Kasig waren die Vereinsmitglieder, Meinhard Leinen, Robert Michaelis und Wolfgang Druckenmüller an der Erstellung dieses Führers beteiligt. Auf der Generalversammlung, am 18. März 1989, verabschiedete sich Robert Michaelis als 1. Vorsitzender des Bergmannsvereins. Mit Dankesworten an die Herren, Prof. Kasig, Herrn Slabon vom Bergamt Koblenz, Pastor Alois Kreuz und Meinhard Leinen übergab er die Weiterführung des Vereins an den 2. Vorsitzenden Christian Hack.

Christian Hack übernahm die Leitung des Bergmannsvereins. Für die Wahl des neuen Vorsitzenden schlug er eine außerordentliche Mitgliederversammlung vor, in der ein neuer Vorsitzender gewählt werden soll. Auf dieser Versammlung, am 21. Okt. 1989, wurde Hans Rehork zum 1. Vorsitzenden gewählt. Dieses Amt hat er heute noch inne. Unter seinem Vorsitz nahm der Verein einen regen Aufschwung.

Hans Rehork organisierte am 24. Nov. 1989 eine Lehrfahrt für alle Stollenführer nach Moers. Dort wurde die Schachtanlage Niederberg, Schacht III (Kapellen) besucht.

 

 

Am 10.3.1990 wurde auf der Generalversammlung, die von Wolfgang Druckenmüller ausgearbeitete neue Satzung vorgetragen und von den Mitgliedern genehmigt.

Der Verein wurde ins Vereinsregister eingetragen. Ein neuer Vorstand wurde gewählt.

 

Vorstand

 
I.   Vorsitzender Robert Michaelis
II.  Vorsitzender Christian Hack
Kassierer Wolfgang Druckenmüller
Schriftführer Wolfgang Druckenmüller
Betreuer f. Fahne/Vitrinen Valeria Druckenmüller
I.   Beisitzer Theo Ernzer
II. Beisitzer Egon Peiffer

Am 5.6.1990 konnte der Bergmannsverein eine Statue beim Pastor Alois Kreuz in Empfang nehmen. Diese Barbarastatue, die am 23.9.1877 vom damaligen Pastor von Auw, Herrn Larthaus, geweiht wurde, hatte man um 1930 nach dem Neubau der Kirche, umfunktioniert in eine Marienstatue. Die Statue wurde jetzt von Heinrich Gilson wieder in den ursprünglichen Zustand versetzt. Am Barbarafest wurde diese restaurierte Barbarastatue von Pastor Alois Kreuz gesegnet.  

Landrat Roger Graef und hohe Offiziere der Amerikaner besuchten am 4.8.1990 den „Mühlenberger Stollen“. Absoluter Höhepunkt im Bleialfer Festkalender 1990 war das Sommerfest des Bergmannsverein mit dem Fremdenverkehrsverein. 

1991 wurde die Broschüre „Bergbau und Mineralien von Bleialf“ von unserem Vereinsmitglied, Kurt Kunzmann, in Zusammenarbeit mit den Vereinsmitgliedern, Albert Dahmen, Wolfgang Druckenmüller und Robert Michaelis veröffentlicht.  

Der Bode-Verlag aus Haltern gab einen Führer für Besucherbergwerke für BRD/Österreich und Schweiz heraus. In diesem Bergwerksführer ist auch der „Mühlenberger Stollen“ erwähnt. Der Bode-Verlag gab dann ein Sonderheft, Auflage 1000 Stück, über die Bleialfer Bergbaugeschichte/Mineralien von Bleialf heraus. Somit war man bei den „Insider“ auch bekannt. Mittlerweile konnte der Vorsitzende, Hans Rehork, das 250. Mitglied in den Bergmannsverein aufnehmen. Am 29.4.1991 ging der größte Wunsch in Erfüllung, der Bau des Einstiegsgebäude am „Mühlenberger Stollen“.

Am 12. Mai 1991 verstarb, durch einen tragischen Unfall, unser Vorstandsmitglied und Wirtin unseres Vereinslokales, Valeria Druckenmüller. Ein schwerer Schlag für den Bergmannsverein. 50 Jahre Vereinslokal des Bergmannsvereins St. Barbara Bleialf!       

Am 2.5.1992 erfolgte die Einweihung des Einstiegsgebäude „Mühlenberger Stollen“ .    

     

1992 wurde der Bergmannsverein Mitglied im Landesverband Saar, der Berg-, Hütten- und Knappenvereine. Am 18.11.1992 besuchte der Vorstand des Landesverbandes das jüngste Mitglied, den Bergmannsverein in Bleialf. Mittlerweile gehören diesem Saarverband über 29000 Mitglieder in 80 Vereinen an.   

Die Eheleute Saxler erwarben das Vereinslokal (1941-1991) Druckenmüller und eröffneten am 31.7.1992 nach umfangreichen Umbauarbeiten unter dem Namen „Altes Backhaus“. Die  Speisegaststätte, wieder Vereinslokal, beherbergt in Vitrinen ausgestellt, die Vereinsfahnen sowie Mineralien und Gerätschaften aus der Grubenzeit. 

 

„Altes Backhaus“  

Am 12. Juni 1993, der 1100-Jahr-Feier des Ortes Bleialf, organisierte der Bergmannsverein einen Konzertabend mit der Bergmannskapelle der Vereinigung der Berg-u. Hüttenleute aus Mechernich und dem Königl. Belgischen Männergesangverein aus Schönberg (Belgien) und am 13. Juni 1993 ein Knappentreffen mit Bergparade, an dem viele Bergmannsvereine aus dem In- und Ausland  teilnahmen.

 

Auf der Generalversammlung, am 26. März 1994 wurde ein neuer Vorstand gewählt.

 

Vorstand

 
I.   Vorsitzender Hans Rehork
II.  Vorsitzender Theo Ernzer
Kassierer Wolfgang Druckenmüller
Schriftführer Wolfgang Druckenmüller
Betreuer f. Fahne/Vitrinen Robert Saxler
I.   Beisitzer Egon Peiffer
II. Beisitzer Willi Kandels
III. Beisitzer Rudi Hack
IV. Beisitzer Rudi Wittstock
V. Beisitzer Gerda Druckenmüller
                                               

Am 3.12.1994 wurde das Barbarafest mit Fahnenweihe gefeiert. Im Mittelpunkt des Festgottesdienstes in der Pfarrkirche St. Marien stand die Weihe der neuen Vereinsfahne durch Pastor Alois Kreuz. Die Patenschaft für die St. Barbara Fahne hatten die Vereinsmitglieder, Maria Michaelis und der Vorsitzende, Hans Rehork, übernommen. Mittlerweile hatte der Verein 400 Mitglieder. 1994 tritt der Bergmannsverein dem Museumsverband Rheinland-Pfalz bei.    

1995 wurde am Besucherbergwerk eine Lampenstube errichtet. Alle Kosten, ca. 15000 DM für dieses Bauwerk, wurden vom Bergmannsverein übernommen. Alle Arbeiten erfolgten durch Vereinsmitglieder, lediglich der Aushub und das Dach mussten einheimischen Firmen übertragen werden. Die Vereinsmitglieder, Toni Fuchs und Rudi Hack wurden Lampenmeister. 

 

Über 3500 Besucher wurden 1995 von 25 Führern im Besucherbergwerk betreut. Auf Antrag des Bergmannsvereins erfolgte am 15. Mai 1995 die Unterschutzstellung des „Mühlenberger Stollens“ als Kulturdenkmal durch die Kreisverwaltung Bitburg- Prüm.  Im Jahre 1996 feierten die Eheleute Elisabeth und Paul Quetsch „Goldene Hochzeit“.

1997 feierte man in Bleialf „10 Jahre „Mühlenberger Stollen“. Viele Vereine aus dem Ruhrgebiet und dem Saarland präsentierten sich bei der Bergparade. Eigens für dieses Fest wurde eine neue Broschüre „10 Jahre Mühlenberger Stollen“ von Wolfgang Druckenmüller und Norbert Knauf zusammengestellt und in Zusammenarbeit mit Burkhard Karla und dem   Kettern-Verlag aus Blankenheim veröffentlicht. 

Am 28.03.1998 wurde Hans Rehork zum 1. Vorsitzenden wiedergewählt. Der neue Vorstand:

 

Vorstand

 
I.   Vorsitzender Hans Rehork
II.  Vorsitzender Theo Ernzer
Kassierer Heinz Kürten
Schriftführer Wolfgang Druckenmüller
Betreuer f. Fahne/Vitrinen Robert Saxler
I.   Beisitzer Rudi Wittstock
II. Beisitzer Ernst Gilles
III. Beisitzer Rudi Hack
IV Beisitzer Marianne Kessler
V Beisitzer Toni Fuchs
                                                 

Im Jahre 1998 wurde vom Bergmannsverein eine Lampen-u. Mineralien-Ausstellung im Pfarrsaal in Bleialf durchgeführt. Hunderte von Lampen, von der Schlagwetter-Zehrlampe, Kuckuck, Frosch, Granate und dem Prunkstück, eine Freiberger Blende, konnten aus den Sammlungen von Wolfgang Druckenmüller, Toni Fuchs, Ernst Gilles und Hans Rehork, besichtigt werden. Außerdem waren Mineralien aus den Erzgängen der Eifel und dem Rheinischen Schiefergebirge zu bestaunen. Ausgestellt wurden die Mineralien von den Vereinsmitgliedern Michael John und Norbert Knauf.   

 Im Jahr 1999 wurde eine Seilscheibe von Mitgliedern des Bergmannsvereins vor dem Bürgerhaus errichtet. Es soll an den Bergbau in Bleialf erinnern. Robert Michaelis, früherer Vorsitzender des Bergmannsvereins hat ein Pferdegöpel, wie es früher auf dem Bucheter Kunstschacht stand, nachgebaut. Dieses Pferdegöpel erhielt der Bergmannsverein als Geschenk. Es wurde im Einstiegsgebäude „Mühlenberger Stollen“ aufgebaut. Es stellt eine große Attraktion für das Besucherbergwerk dar. 

1999 war man beim befreundeten Heimatverein in Rescheid eingeladen. Auf dem Programm stand die Einweihung eines neuen „Grubenhauses“ (Museum). Zahlreiche Exponate aus dem bergmännischen Alltag und eine umfangreiche Mineraliensammlung fanden ihren gebührenden Platz. Auch war man in Mainz „Unter Tage“. Auf Einladung, wurde der Bergmannsverein Bleialf in Mainz vom Ministerpräsidenten des Landes Rheinland-Pfalz, Kurt Beck, begrüßt. Nach dem Besuch einer Plenarsitzung, einem gemeinsamen Mittagessen nahmen die Mitglieder an einer zweistündigen Stadtführung teil. Hans Rehork überreichte dem Landesvater unter anderem einen Original Steigerstab aus Bleialf.  

                                                            

Ein Höhepunkt war das Barbarafest 1999. Eine besondere Ehrung wurde Alt-Ortsbürgermeister, Meinhard Leinen, zuteil. Meinhard Leinen wurde zum Ehrenmitglied des Bergmannsverein St. Barbara Bleialf ernannt. In seiner Laudatio führte Hans Rehork an, Meinhard Leinen habe sich in außergewöhnlicher Form für die Belange des Bergmannsvereins eingesetzt. Dazu gehöre auch die Eröffnung des „Mühlenberger Stollens“. 

 Bisher wurden über 33000 Besucher durch den „Mühlenberger Stollen“ geführt. 

Für das Jahr 2000 wurden viele Aktivitäten geplant und durchgeführt, u.a., die Eröffnung eines Bergbaulehrpfades mit 12 verschiedenen Stationen, die Teilnahme an verschiedenen Jubiläumsveranstaltungen, die Teilnahme am 9. Deutschen Bergmannstag in Herne, das Barbarafest im Hotel Waldblick und das Kuxtreffen am 9.Dez. in Rescheid. 

Anfang März 2000 knüpften der Förderverein Schieferstollen Recht (Belgien) und der Bergmannsverein St. Barbara Bleialf die ersten Kontakte. Dieser Förderverein (V.o.G.) beabsichtigt einen Schieferstollen in Recht für die Öffentlichkeit begehbar zu machen. Konkrete Planungsarbeiten wurden von einer gemeinsamen Arbeitsgruppe vorangetrieben. Neue Freundschaften sind über die Grenzen bereits entstanden, weitere folgten. Gegenseitige praktische Hilfe bei den Eigenleistungen wurden bereits vereinbart. Der Bergmannsverein plant eine Erweiterung des Einstiegsgebäudes „Mühlenberger Stollen“. Beide Projekte sollen über ein INTERREG-Programm gefördert werden.  

Auf der Generalversammlung am 31. März 2001 überreichte Prof. Dr. W. Kasig dem Vorsitzenden, Hans Rehork, ein Zechenbuch aus dem Jahre 1840-1860. 

Überregional bekannt wurde der Bergmannsverein durch die Fernsehsendung (SWF3) „Schwarzer Mann im weißem Kleid“ sowie dem Eifeler Heimatabend „Wir bei Euch“ (SWF4) und mehreren Hörfunksendungen in SWF 3. Neben den Filmaufnahmen im Mühlenberger Stollen konnte der Verein sowie das Besucherbergwerk „Mühlenberger Stollen“ in vielen Publikationen darstellen, u.a.: 

-Im neuen Museumsführer von Rheinland-Pfalz „Schatzsuche“, Ministerium Mainz,

-Im Führer für Besucherbergwerke „Ein Führer durch verborgene Welten“, v. Prof. Wild

-Im Jubiläumsbuch „Saarland Glückauf“, Berg-u. Hütten-u. Knappenvereine des Landesverbandes Saar stellen sich vor., 1997, Landesvorsitzender, Klaus Hiery;

-Festschrift „10 Jahre Mühlenberger Stollen“, 1997, Bergmannsverein

-Im Buch der Landkreises Bitburg-Prüm, 1998 v. Dr. Peter Neu, Bitburg

-Im Buch „Von Kesselflickern, Kalkbrennern und Korbmachern, 1999  von Joachim Schröder, Pronsfeld;

-Im Eifel-Jahrbuch 2000, Das Zechenbuch des Bleierzbergwerks „Bleialfer Neue Hoffnung“  von Prof. Dr. W. Kasig

-Deutsche Bergbaufahnen,  Band I u. II, Rainer Slotta, 2000, Dt. Bergbau-Museum, Bochum

-Im Heimatkalender 2000 des Landkreises Bitburg-Prüm, 2000 Jahre Bergbau in der Eifel, von Wolfgang Druckenmüller; Aber auch die Teilnahme an auswärtigen Veranstaltungen hat Bleialf und seinen Bergmannsverein bekannt gemacht. Regelmäßig trifft man die Bleialfer Bergleute bei Bergfesten im Ruhrgebiet, Bochum, Dortmund, Mechernich u.a. beim Kuxgewerkentreffen in Rescheid. 1993 galt es die Eröffnung des zweiten Eifeler Besucherbergwerkes der „Grube Wohlfahrt“ in Rescheid mitzugestalten. 

 

Dreimal war man auf den „Rheinland-Pfalz-Tagen“ ( 1988 Kaiserslautern, 1990 Speyer, 1991 Montabaur) und zweimal auf dem „Saarland-Tag“ (1993 Neunkirchen und 1996 Völklingen) vertreten. Zahlreiche Knappentreffen im Saarland und im Ruhrgebiet wurden besucht. Neben Bergmannstreffen in Waldalgesheim/Hunsrück (1993) und Fell/Mosel (1995) standen Treffen in Kelmis/Belgien (1993) Kayl/Luxemburg (1995) und Petite Roselle Frankreich (1996) auf dem Programm. Höhepunkte im Vereinsleben bildeten 1995 die Teilnahme am 11. Europäischen Knappentreffen in Ungarn und die Mitwirkung an der Bergparade der IG Bergbau und Energie in Saarbrücken.  

Der Bergmannsverein St. Barbara Bleialf stellt bei diesen Veranstaltungen immer einen besonderen Blickfang dar, durch seine aus dem Jahre 1877 stammende Barbarastatue, die von den aktiven Mitgliedern auf den Schultern mit geführt wird. So auch auf dem 8. Deutschen Bergmannstag in Schneeberg/Erzgebirge, den die Bleialfer Bergleute vom 19.7. bis zum 22.7.1996 aktiv mit gestalteten. 1998 traf man wieder viele Vereine beim 1.      Thüringer Bergmannstag in Nordhausen. Es entstanden Freundschaften mit den Vereinen aus dem Erzgebirge ua. Schneeberg.

 

Bergmannsverein St. Barbara Bleialf zu Besuch in Schneeberg/Erzgebirge

Die soziale Verpflichtung des Vereins fand in einer besonderen Hilfsaktion ihren Ausdruck. Aufgrund der katastrophalen Versorgungslage in der ehemaligen Sowjetunion schickte der Bergmannsverein am 7.2.1992 unter Leitung von Christian Hack, einen Lkw-Sattelzug sowie einen Kleinbus beladen mit ca. 20t Hilfsgütern, begleitet von den Vereinsmitgliedern, Christian Hack, Ernst Hoffmann, Josef Michaelis, Horst Munkler, Egon Peiffer und Rudi Wittstock, nach Smolensk. 

 Die Freunde aus Smolensk wurden zu einem Gegenbesuch eingeladen. Am 5.7.1992 besuchten uns die Gäste aus Smolensk. Eine Woche lang konnten Sie die Eifel u. Ardennen kennen lernen. Ein Heimatabend in Mützenich sowie ein Zechenbesuch in Lintfort standen auch auf dem Programm.  

 Für das Jahr 2001 stehen außer dem Jubiläumsfest noch viele andere Aktivitäten auf dem Programm, u.a., 

- Führungen im „Mühlenberger Stollen“, vom 5.Mai 2001 bis 28. Okt.2001, samstags und sonntags von 14.00-17.00Uhr 

 

- Bekenntnistag in Ensdorf, am 24.Mai 2001

- 105jähriges Bestehen des Bergmannsvereins Bochum-Langendreer, am 9.Juni.2001 

- Bergfest & Bergparade Anlässlich der Jubiläen, 50 Jahre Bergwerksmuseum Grube Samson und 70 Jahre Geschichtsverein St. Andreasberg, am 6-8. Juli 2001

- 2. Berg- und Hüttentag in der Saar-Lor-Lux Region in Schwalbach, am 29. Juli 2001

- 130-jähriges Bestehen des Bergmannsverein Saarlouis-Roden, am 28.Okt.2001

- 2. Grubenlampen Sammlertreffen in der Saar-Lor-Lux-Region in Fraulautern, am 3.-4.Nov.2001

- Barbarafest in Bleialf, am 01.Dez. 2001

- Kux-Treffen in Rescheid, am 15. Dezember 2001

 

Mit freundlichem Glückauf

 

 

140 Jahre Bergmannsverein St. Barbara Bleialf zusammengestellt von Wolfgang Druckenmüller, Bleialf